P82

Der Freistaat Thüringen betreibt in Meiningen die Bildungseinrichtungen der Thüringer Polizei (BZThPol). Die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) Thüringen beauftragte den Bereich Jena als Generalunternehmer, auf dem bestehenden Gelände einen Neubau mit 300 Unterkunftsplätzen zu realisieren. Aufgrund des bewährten Holz-Hybrid-Bausystems MOLENO® setzte sich der Bereich Jena erfolgreich in dem GdW-Wettbewerb durch und übernahm die gesamte Entwurfs- und Ausführungsplanung (Leistungsphasen 2–5) sowie die schlüsselfertige Realisierung. Das dreigeschossige Gebäude mit Teilunterkellerung wurde in modularer, serieller Bauweise errichtet. Das Holz-Hybrid-System kombiniert Beton und Holz, wobei die tragenden Außenwände aus Brettsperrholz gefertigt sind. Die mäanderförmige Gebäudestruktur ermöglicht die unterbringungsoptimierte Anordnung der Zimmer auf dem vorgegebenen Baufeld. Insgesamt entstanden 298 Einzelzimmer mit eigenem Bad (je ca. 17,5 m²) sowie zwei behindertengerechte Einzelzimmer, ebenfalls mit Bad, mit einer Größe von ca. 35 m². Ergänzend stehen den Bewohnerinnen und Bewohnern fünf Gemeinschaftsbereiche zur Verfügung – bestehend aus Teeküchen, Clubräumen und Come Together Zonen – mit einer Gesamtfläche von rund 465 m². Zusätzliche Funktionsflächen umfassen ein Verwaltungsbüro bzw. Empfang mit 17,5 m² sowie Lagerräume mit einer Gesamtfläche von 290 m². Die Nutzfläche des Gesamtobjekts beträgt nach DIN 277 8.705 m². Während des Rohbaus wurden 298 vollständig ausgestattete Fertigbadmodule in das Gebäude eingebracht. Durch die serielle Vorfertigung im Werk konnten hohe Ausführungsqualität, kurze Bauzeiten und ein optimierter Innenausbau gewährleistet werden. Die Innenausstattung der Wohnräume erfolgte durch den Nutzer selbst. Dabei fanden die zuvor aus den Holzaußenwänden entnommenen Fensterausschnitte als gestalterische Elemente – beispielsweise als Kopfteil der Betten – eine nachhaltige Wiederverwendung. Info zu den Bildrechten: Steffen Spitzner, Gera

14.02.2026|

P81

Schlüsselfertige Errichtung einer Kindertagesstätte und der dazugehörigen Freianlagen inkl. aller Planungsleistungen (Lph 2-5) in der Helsinkier Straße (1-12) in 99091 Erfurt - für 150 bis max. 175 Kinder Die Kommunale Wohnungsgesellschaft mbH Erfurt (KoWo) hat den Bereich Jena als Generalunternehmen für den Neubau eines Kindergartens beauftragt. Dieses Gebäude am Moskauer Platz baut auf dem bewährten Holz-HybridBausystem MOLENO® auf. Der zweigeschossige Baukörper untergliedert sich in zwei Bereiche je Geschoss, den Sozial- und Betreiberbereich und den Bereich für die Kinder. Das Gebäude wird in der Systembauweise MOLENO® mit zwei tragenden Brettsperrholz-Außenwänden und einer tragenden Betonfertigteil-Innenwand errichtet. Bei der Herstellung der Geschossdecke und der Tragkonstruktion des Daches werden Spannbetonhohldielen eingesetzt. Die LENO-Außenwände erhalten eine Vorhangfassade aus Faserzementplatten für den Witterungsschutz. Durch die deutliche Reduzierung der energieintensiven Materialien, wie Stahl und Beton sowie der Kombination mit massiven, innen sichtbaren Holzwandelementen wird die CO2-Emission gesenkt. Auf einer Nettogrundfläche von rund 1.600 m² und einer Außenfläche von zirka 2.500 m² können zukünftig 150 Kinder betreut werden. Diesen stehen dann ein großer Sportraum, ein Kneippbecken, eine Sonnenschutzanlage und eine Spielrutsche, die direkt vom Obergeschoss zu den Außenspielflächen führt, zur Verfügung. Darüber hinaus sind alle Räume über einen zentral gelegenen Aufzug am Haupteingang barrierefrei erreichbar. Info zu den Bildrechten: Denise Leisner, Jena

14.02.2026|

P80

Schlüsselfertiger Erweiterungsbau der Gemeinschaftsschule 6 inklusive Haustechnik und Möblierung sowie Generalunternehmerleistungen einschließlich der Planungsphasen 3–5. Eine Besonderheit des Projekts ist die Ausführung im hauseigenen HolzHybrid‑ und Modulsystem MOLENO®, das eine präzise, schnelle und nachhaltige Realisierung ermöglicht. Für den Auftraggeber waren vor allem die hohe Terminsicherheit für eine zügige Fertigstellung und die damit verbundene frühe Nutzung im Schulbetrieb entscheidend. Darüber hinaus trägt die Bauweise mit Vollholzaußenwänden wesentlich zu einer verbesserten Ökobilanz und Nachhaltigkeit des Gebäudes bei. Der Erweiterungsbau umfasst drei Geschosse mit insgesamt 18 Klassenräumen und 12 Differenzierungsräumen und bietet Platz für 452 Schüler sowie 48 Lehrkräfte. Durch die modulare Umsetzung im MOLENO®‑System entstand ein funktionaler, moderner und sofort nutzbarer Schulbau. Info zu den Bildrechten: Steffen Spitzner, Gera

14.02.2026|

P79

Schlüsselfertige Errichtung des Dienstleistungszentrums in Eisenberg als Generalunternehmer inkl. Planung (Lph 1-9), Zwischen- und Endfinanzierung sowie Wartung in der Gewährleistungszeit. Mit dem Neubau wird eine zentrale Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger geschaffen, indem verschiedene Ämter und Fachbereiche unter einem Dach zusammengefasst werden. Dazu gehören das Ordnungsamt, das Amt für Ausländerangelegenheiten, das Umweltamt, das Bauordnungsamt, das Gesundheitsamt, das Jugendamt, das Sozialamt sowie das Rechenzentrum. Insgesamt werden rund 260 Mitarbeiter:innen in dem neuen Dienstleistungszentrum arbeiten. Die Räumlichkeiten sind flexibel nutzbar und unterstützen so die abteilungs- und ämterübergreifende Zusammenarbeit. Das 5-geschossige Gebäude ist als große langgestreckte und gegliederte, sich nach Norden zum Gelände hin öffnende U- Form konzipiert. Das Gebäude wird in unserer innovativen und nachhaltigen Holz-Hybrid MOLENO®-Bauweise, mit einer hinterlüfteten Faserzementfassade, errichtet. Bei diesem seriellen Bausystem, das Holz und Beton als Tragkonstruktion kombiniert, werden die tragenden Außenwände in Brettsperrholz (LENO-ADD®) errichtet. Die Decken werden mit Spannbeton-Hohldielen ausgebildet. So entsteht eine sehr effiziente Tragkonstruktion mit wenigen tragenden Elementen. Die inneren raumbildenden Bauteile werden in Leichtbauweise erstellt. Spätere Änderungen und Anpassungen im Grundriss sind so flexibel ohne großen Aufwand möglich. Das Dienstleistungszentrum wird schlüsselfertig inklusive der Möblierung übergeben. Neben dem Hauptgebäude werden auch umfangreiche Außenanlagen realisiert, die das Gesamtbild des Projekts abrunden. Zudem wird das Vorhaben im Rahmen des KfW-Förderprogramms 499 „Klimafreundliches Nichtwohngebäude - mit QNG“ gefördert, wobei die hohen Anforderungen des "QNG-PLUS" erfüllt werden. Info zu den Bildrechten: Fangpunkt Visualisierung von Architektur

14.02.2026|

P78

Erweiterung (Rohbau, Gebäudehülle, Dach) des Verwaltungsgebäudes S9 asphericon GmbH in Jena Lph 6-9 inkl. Planung Tragwerk Lph 1-5. In unserem Holz-Hybrid-Bausystem MOLENO® wurde ein 4-geschossiges Verwaltungsgebäude erstellt. Die Außenwände wurden aus massiven Brettsperrholz inkl. einer vertikalen Holzverschalung vorgefertigt und anschließend auf der Baustelle montiert. Der Baukörper ist mit seinen 6,90 m Tiefe sehr schlank und setzt sich als Bindeglied zwischen die beiden Bestandsgebäude. Im Erdgeschoss sind die Umkleiden sowie eine Kantine und ein großer Besprechungsraum angeordnet. Die weiteren aufgehenden Ebenen sind Büros mit flexiblem Grundriss. Dem Wunsch des Bauherrn nach freier Grundrissgestaltung in der Nutzung, konnten wir mit unserer MOLENO®-Bauweise hervorragend nachkommen. Info zu den Bildrechten: Ed. Züblin AG, Jena

14.02.2026|

P77

Um den Wunsch der Bauherrenschaft nach einer Gemeinschaftsschule mit attraktiven R?umlichkeiten, die die Lernatmosph?re positiv unterst?tzen, in die Realit?t umzusetzen, hat die Ed. Z?blin AG das moderne Schulgeb?ude in seinem Holz-Hybrid-Bausystem MOLENO? umgesetzt. Im Ergebnis des hohen Vorfertigungsgrades des Bausystems betrug die Bauzeit zur schl?sselfertigen Errichtung nur 8 Monate. Zum Leistungsumfang geh?rten weiterhin die Planungsleistungen der Leistungsphasen 3-8. Der Innenausbau erfolgte in Bauabschnitten. Mit der Fertigstellung des 1. und 2. Bauabschnittes stehen der AKTIV-Schule Emleben f?r die Klassenstufen 5-12 derzeit 14 Klassenr?ume, ein Fachkabinett Chemie sowie ein Multifunktionsraum und eine Bibliothek zur Verf?gung. Mit dem Endausbau des 3. Bauabschnittes kommen nochmals sieben Klassenr?ume und ein weiteres Fachkabinett hinzu. Der Neubau bietet mit Gesamtfertigstellung 354 Sch?lern eine entspannte Lernatmosph?re. Die Schule wurde mit GEG-F?rderung nach KfW40-Standard errichtet und erreicht die DGNB-Zertifizierung - nachhaltige Baustelle. Info zu den Bildrechten: Steffen Spitzner, Gera

14.02.2026|

P51

Die Rennschlitten- und Bobbahn Oberhof, die sich seit 2020 mit dem Namen LOTTO Thüringen EISARENA schmückt, wurde 1971 als zweite Kunstbahn der Welt eingeweiht. Sie gilt durch ihr anspruchsvolles und selektives Kurvenprofil als eine der schwersten Bahnen der Welt. Für die geschichtsträchtige Sportanlage mit knapp 1,3 km Länge wurde u.a. ein neues Überdachungskonzept entwickelt. Der identitätsstiftende und vor allem nachhaltige Baustoff Holz zeigt dabei mit höchster Anforderung an die Geometrie sein enormes Potential. Die Form greift die Ursprünge des unter freiem Himmel stattfindenden Wintersports auf und maximiert die Ein- und Durchsichten auf den Eiskanal. Der Esprit der alten Bahnanlage sollte erhalten und den neuen Anforderungen angepasst werden. Die geraden Streckenabschnittte wurden analog dem umgekehrten Bahnprofil als komplett freitragende, filigrane Schalen-Rippenbogentragwerke ohne Stützen überspannt. In Kurven wird die geschlossene Dachschale auf der Außenseite abgelastet. Für die hohen Kurven konnte die Holzdachschale auf die bestehende Betonschale aufgelegt und dabei trotzdem über den inneren Bahnrand hinaus überdacht werden. Aufgrund trainings- und witterungsbedingt kurzer Bauzeitenfenster wurde das leichte Tragwerk komplett vorgefertigt hergestellt. Ein Einzelement besteht aus durch Rippenbögen in Krümmung gehaltenen Funierschichtholzplatten, die zu einer Halbschale verklebt wurden. Diese wurden vor Ort aneinander ausgerichtet und an beiden Rändern mit Stahldruckbögen zu einer geschlossen Tragwerksschale verschraubt.

16.01.2026|

P76

Mit dem ersten Neubau auf dem Gewerbegebiet Kromsdorf-Nord wurde 2002 der Versuch unternommen, eine baukonstruktive und umwelttechnische Innovation umzusetzen. Die Kombination aus Niedrigenergiehalle (Lager- und Produktionshalle) und Passivhaus (Büro- und Wohnetage) zielt auf eine betriebswirtschaftliches und bautechnisches Optimum. Die gesamte Holzhalle wurde konsequent in ökologischer Bauweise errichtet und spiegelt heute das Image eines holzverarbeitenden Betriebes. Eine zweite baugleiche Halle ist in der Planung und wird 2024 errichtet. Der hohe Anspruch an einer umweltverträglichen Bauweise und Innovation ist geblieben. Hoher Vorfertigungsgrad, ideales Dämmverhalten und Winddichtigkeit erbringen ein optimales Verhältnis von Holzeinsatz und statischer Wirkung.

07.03.2024|

P54

Die Baulücke Wilhelm-Külz-Straße 1 ist durch ein Bombardement im Zweiten Weltkrieg entstanden. Ein dreigeschossiges Gebäude mit Turm vermittelte damals den Übergang von einer jugendstilgeprägten Bebauung der Cranachstraße und der beginnenden Villenbebauung des Böckelberges Das neue Mehrfamilienhaus in massiver Holzbauweise nimmt die höhenmäßige Vermittlung zwischen dem Eckgebäude Cranachstraße 10 und der eklektizistisch anmutenden Villa, kurzfristig der Wohnort Kandinskys, wieder auf. Das dreigeschossige Gebäude besitzt ein 4. Staffelgeschoß mit Ateliercharakter, welches im Südviertel Weimars seit der Eröffnung der Großherzoglichen-Sächsischen Kunstschule ortstypisch war. Das gesamte Gebäude ist durch einen Fahrstuhl barrierefrei erreichbar. Das Erdgeschoß ist rollstuhlgerecht zu nutzen. Der Tiefhof bietet 4 Stellplätze für die Bewohner. Das Treppenhaus und der gesamte Keller sind in Sichtbeton ausgeführt. Der großzügige Hauseingang erhebt das Erdgeschoss zur Beletage. Die Grundrisse orientieren sich je nach Lichteinfall und Funktionsbereiche in drei Zonen. Eine großzügige Eingangsdiele dient als Empfangsbereich und „Verteiler“ in die angrenzenden Wohn-und Rückzugsbereiche. Wohnraum, Küche und Essplatz sind als fließender Raum konzipiert und von drei Seiten belichtet. Im EG, 1. und 2. OG sind diesem Raum Balkone bzw. Terrassen auf der Gartenseite zugeordnet. Im Dachgeschoß befindet sich eine Terrasse westseitig am Wohnraum. Die Rückzugsbereiche aller Etagen befinden sich vorrangig an der Gartenseite des Gebäudes. Der KFW55-Effizienzhausstandard ist durch ein zeitgemäßes und wirtschaftliches Energiekonzept umgesetzt worden, welches auf fossile Energieträger verzichtet. Ausgewählt wurde eine Heizung aus Biomasse (Pellet) für die zentrale Versorgung des gesamten Gebäudes mit Heizenergie und Brauchwasserwärme.

07.03.2024|

P57

In der historisch gewachsenen Erfurter Innenstadt errichteten wir 2012 ein Holzhaus und ergänzten die Blockrandbebauung des Quartiers. Durch die Höhe der obersten Wohnebene gelten erhebliche Brandschutzauflagen, (Gebäudeklasse 4). Gemeinsam mit dem Brandschutzplaner entwickelten wir ein Konzept, bei dem immer eine Seite der Vollholzwand sichtbar bleiben kann. Dem gewachsenen Charakter der Holzoberfläche werden als Kontrast die gespachtelten glatten Flächen auf den Gipsfaserplatten und ein geschliffener Estrich gegenüber gestellt. Die Nutzung alternativer Energiequellen ist durch die kommunale Satzung nicht möglich. Durch Brettsperrholzbauweise, 28cm Mineralwolldämmung, kontrollierten Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung und einer 3-fach Verglasung erreichen wir den Standard „KfW-Effizienzhaus 55“. Die Decken sind in allen Wohnräumen als Holz-Sichtflächen ausgeführt. In den Schlafräumen wurden die Wände mit GKF-Platten versehen. Im Bereich des Treppenhauses und der Wohn- und Essräume sollten die Holzoberflächen sichtbar bleiben. Zum statisch notwendigen Plattenquerschnitt wurden zusätzliche Abbrandlagen eingeplant (z.B. von Brettsperrholzplatte 3-lagig auf 5-lagig). Durch das Bürsten der sichtbaren Holzoberfläche wird der gewachsenen Charakter und die besonderen Zeichnung des Holzes hervorgehoben.

15.02.2024|

P52

Die Frage, wie man 2021 experimentell und innovativ ein Schaustück zum Wandel der Zeiten in und um das Weimarer Stadtschloss inszeniert, beantwortet der temporäre Bau aus 16-18cm Kreuzlagenholz mit einer hellen Hülle aus Birkenrinde. Die forschende Entwicklung der Planung und das handwerkliche Können thüringischer Baubetriebe zeigen sich in der Herausforderung die Birkenrinde, als historisches Baumaterial,in der Fassade sichtbar einzusetzen. Die helle Färbung legt eine klar definierte Zeitschicht vor die dunkelgraue Wand des Roten Schlosses. Dabei erzeugt das 2-dimensionale Borkenkleid ein simples und kräftiges Volumen, dessen eigentlicher Leichtigkeit man erst im Inneren auf die Spur kommt. Als Gast an diesem Ort - modular, rückbaubar und wiederaufbaubar - verweist die Bekleidung mit Birkenrinde auf den Bau des Borkenhäuschens im Ilmpark, welches unter der Regie von Johann Wolfgang von Goethe am 9.7.1778 für die Dauer einer Aufführung errichtet wurde. Dies lädt die Betrachter ein, die Kategorie des Ephemeren im Bauen und die mögliche Wirkdauer mancher Inszenierung zu bedenken. Das konstruktive Experiment der Fassadenbekleidung mit Birkenrinde wird in den kommenden Witterungsperioden evaluiert durch ein Monitoring der Holz- und Raumfeuchte mit der TU Braunschweig. Hierbei geht es um die Gegenüberstellung aus Rechenmodell, Simulation und tatsächlich gemessenen Werten im Jahreszyklus, welche den Konstruktionsansatz‚ Birkenrinde auf Holz ohne zusätzliche Bauteilschichtungen in die gültigen Normengerüste - bei gleichzeitiger Befragung - künftig integrieren kann. Ziel der Untersuchung des Rindenverhaltens ist die Vielfalt der Konstruktionen mit regionalen und nachwachsenden Rohstoffen zu erweitern.

09.02.2024|

P49

Die dynamische und starke Form des neuen Schwimmbades in Ilmenau vereint zugleich komplexe Geometrie und schlichtes Design. Der Neubau schließt mit seinem Foyer an eine bestehende Eissporthallen und fügt sich damit in das umliegende Stadtgefüge ein. Im Erdgeschoss befinden sich ein Sportbecken, ein Lehrschwimmbecken und ein Kinderbecken mit Umkleideräumen und Duschen, während das Untergeschoss Technikräumen vorbehalten ist. Das Hauptziel des Entwurfs ist es, eine Reihe von Stimmungen vom markanten, farbenfrohen Eingangsbereich über die behaglichen Umkleideräume bis hin zur luftig leichten Schwimmhalle mit seiner ausdrucksstarken Decke zu erzeugen. Hauptmaterialien wie Glas, Holz und Beton verbinden sich zu einer gemütlichen und sportlichen Atmosphäre. Die eindrucksvolle Komposition ist zudem harmonisch abgerundet mit unterschiedlichen und kontrastreichen Rottönen. Die Holzdachkonstruktion ist eine Kombination aus Flachdachbereich mit einer Freiformschale, die sich trichterförmig auf zwei Auflager abstützt. Die gesamte Dachentwässerung erfolgt im Bereich dieser Auflager aus Stahlbeton und wird durch diese in die Teichanlage eingeleitet. Sie besteht aus etwa 100 Dachbinder, 56 vorgefertigten Schalenelementen, und einem über das gesamte Dach spannenden Brettschichtholzrandbogen. Die Schalenelemente wurden aus CNC-abgebundenen Brettschichtholzbögen, Furnierschichtholzplatten und Querrippen hergestellt. Die äußere dynamische Form der Schwimmhalle wird durch die Nutzung im Innenraum bedingt. Die Räume sind hoch ausgebildet, wo sie es sein müssen, zum Beispiel an den Sprunganlagen. In den Umkleiden wiederum tragen niedrigere Deckenhöhen zum Komfortgefühl der Badegäste bei.

09.02.2024|
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